Über die Konstruktionklasse der 30qm Schärenkreuzer ist viel geschrieben worden. Auch wir sind derzeit daran, einen Artikel über diese wohl verbreitetste Klasse der Schärenkreuzer zu verfassen. Vorab verweisen wir gerne auf eine sehr sachliche Darstellung der dreissiger Schärenkreuzer auf Wikipedia - 30qm Schärenkreuzer; vor allem aber auf den schönen Artikel eines Erdmann Braschos, den sie finden, wenn Sie folgendem Link folgen:
 
 

 

Historie des 30qm Schärenkreuzers 

[(c) Erdmann Braschos]

 

 
Wenn Sie, liebe Segelfreundin, lieber Segelfreund, einen Artikel über die 30er Schärenkreuzer haben oder schreiben und hier veröffentlichen wollen, senden Sie ihn uns einfach, wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit. Ihre SESCA.
 

 

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Thomas Behrends Gerd VI
 
 
 


 
 
 
Außerdem freuen wir uns, an dieser Stelle auf die Homepage der Internationalen Vereinigung der 30er Schärenkreuzer zu verweisen. Hier erhalten Sie detaillierte Informationen zu den 30ern am Bodensee und insbesondere zum Regattageschehen innerhalb der 30er.
 
 
 

  

30 qm Schärenkreuzer S-30 (Tourenversion):

1970 schlug die "Göta Seglervereinigung" (GSS) während des "Seglertags" im südschwedischen Malmö die Entwicklung einer tourentauglichen Variante des klassischen 30-qm-Schärenkreuzers vor. Bau und Unterhalt des schlanken, flachbordigen Klassikers in Holz erschien in der Blütezeit des GfK-Serienbootsbaus zu teuer. Das neue Boot sollte bei Bewahrung der eleganten Linie eine Idee mehr Freibord und damit Volumen unter Deck bieten. Eine schnelle, familienfreundliche Tourenyacht in zeitgemässer Bauweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff sollte entstehen.

Der Schwedische Seglerverband (SSF) beauftragte Knud H. Reimers mit dem Entwurf des "Göta 30", wie das Schiff zunächst heissen sollte. Der Henry Rasmussen-Schüler Reimers (1906-1987) hatte sich seit 1931 (Übernahme des Estlanderschen Büros in Stockholm) auf den Schärenkreuzer spezialisiert und ihn in vielen Exemplaren und verschiedenen Größen, von der elf Meter langen 22-qm-Klasse bis zum knapp 20 Meter langen 75er, gezeichnet. Das Projekt hieß dann "O 30", schließlich "S-30". Die Merkmale: 15 cm mehr Freibord, Stehhöhe im Niedergangsbereich unter dem achtern angehobenen Decksaufbau (der stufige Aufbau ist ein Merkmal vieler Reimersscher Fahrtenboote), sechs Kojen in drei separaten Kajüten, ein Kinder- und Gäste"zimmer" in der Achterkajüte, geteilter Lateralplan mit achtern freistehendem Ruder. Da man dem freistehenden Ruderblatt damals noch nicht traute, wurde es zunächst an einem Skeg geführt.

Initiator des Tourendreissigers, wie er im Unterschied zum klassischen oder Renndreissiger genannt wird, ist der Schwede Sven Ejdestam. Die renommierte Fisksätra-Werft im ostschwedischen Västervik erhielt den Auftrag zum Bau der Eintypklasse. Mehr als 300 (dreihundert) S-30 gingen zu Wasser. Sie segeln in Skandinavien, Deutschland, in der Schweiz, in England, den USA und Australien, wo der S-30 als robustes und zuverlässiges Tourenboot viele Freunde fand. Bis heute werden mit diesem Boot beachtliche Törns, zum Beispiel kreuz und quer durchs Mittelmeer, unternommen. Das Ziel, eine familienfreundliche, einfach zu handhabende Fahrtenyacht mit sechs Kojen zu Wasser zu lassen, wurde mit dem bewährten S-30 erreicht. Im Unterschied zur klassischen Variante des 30 qm Schärenkreuzers wird die Tourenversion nicht mehr gebaut. Der Rückzug des schwedischen Gylling-Konzerns aus der Beteiligung an der Fisksätra-Werft im ostschwedischen Västervik führte 1979 zur Einstellung der S-30-Fertigung.

© Erdmann Braschos, D-22301 Hamburg

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